MEDIENINFORMATION
10.11.25
A26: Ein Plus von 23 Prozent auf Linzer Hauptverkehrsstraßen wird als „Entlastung“ verkauft
Fazit: Über eine Milliarde für MEHR Autoverkehr in Linz
Jener Verkehr, der bei der geplanten A26 in die Kategorie Umfahrungsverkehr, also Verkehr um die Innenstadt herum, fallen könnte, betrifft maximal 14.000 Kfz pro Tag.
Aber auch von diesem Verkehr werden Tausende Fahrten induzierte (durch die A26 erzeugte) bzw. dem ÖV weggenommene Kfz-Fahrten sein. Die Politik macht mit der A26 alles, dass das genauso passiert!
14.000 Kfz/d sind im Vergleich zu den rund 25 sonstigen Straßen im Linzer Zentrum, die mehr als 10.000 Kfz/d aufweisen, nichts Außergewöhnliches. Von keiner der anderen Straße in dieser Größenordnung ist ein Verkehrsprojekt bekannt, dass irgendeine Entlastung in großem Stil erreichen sollte.
Für diesen einen Straßenzug im Westen der Innenstadt (Kapuzinerstraße, Sandgasse, Waldeggstraße Nord) soll aber ein geplanter Aufwand von weit über einer Milliarde Euro betrieben werden und für sämtlichen anderen Straßenzüge in der Innenstadt mit ähnlichem Verkehr gar nix! Irre!
14.000 Kfz/d sind im Vergleich zum gesamten MIV-Verkehr im Großraum Linz nicht einmal 3 %.
Das ganze Spektakel um dieses Verkehrsmonster wird seit über 50 Jahren nur wegen diesem kleinen Verkehrsanteil betrieben.
14.000 Kfz/d ist auch deutlich weniger Verkehr als allein in der Kärntnerstraße an zusätzlichem Verkehr durch die A26 in die Stadt geschleust werden soll (+17.000 Kfz/d).
Der Mittelwert von Zu- und Abnahmen der Belastung durch die A26 bei diesen 25 sonstigen stark befahrenen Straßen beträgt 23 % plus! Also die Hauptverkehrsstraßen im Zentrum von Linz werden durch den Westring laut den ASFINAG-Zahlen um 23 % mehr belastet!
D.h. selbst wenn auf der Linzer Westtangente (der grüne Straßenzug im Westen) durch die A26 irgendwas minimal verändert werden könnte, dann hätte man in Zentrum von Linz noch immer eine Unmenge an Straßen, die enorm belastet bleiben würden bzw. erst durch die A26 deutlich mehr belastet werden.
Und zusätzlich ein paar zentrale Straßen mehr, wohin der Verkehr dann nach der Errichtung des A26 umgeleitet werden würde, mit der Begleiterscheinung eines massiv zugenommenen Gesamtverkehrs in der Innenstadt aufgrund dieses Autobahnmonsters.
Aber gerade für diesen Straßenzug im Westen der Innenstadt (Waldeggstraße, Sandgasse, Hopfengasse, Kapuzinerstraße) bildet man sich ein, alles Geld der Welt ein paar Meter weit westlich im Berg zu vergraben.
Da geht es ausschließlich darum, dass ein paar Politiker nicht ihr Gesicht verlieren.
Dass man für so einen kleinen Anteil am gesamten Verkehrsgeschehen im Großraum Linz einen derartigen Aufwand betreiben will, um noch mehr Kfz-Verkehr in die Stadt zu schleusen, wäre absolut unverantwortlich und nichts anderes als eine unglaubliche Geldvernichtung und zusätzlich noch ein nicht zu akzeptierendes Klimaverbrechen.
Für Nachfragen: Christian Leckschmidt, Tel. 0677 61174549
Die A26, Westring-Autobahn war von Anfang an ein vollkommen überzogenes und größenwahnsinniges Monsterprojekt für den lokalen Verkehr, wozu die ASFINAG seitens der oö. Politik gezwungen wurde. Aus fachlichen Gründen würde die ASFINAG diese Stadtautobahn nie bauen und das Land OÖ könnte es gemeinsam mit der Stadt Linz auch nicht errichten. Aber auf Basis dieser Abtretung fordern Land OÖ und Stadt Linz, dass dieses inzwischen ins Unermessliche verteuerte Projekt auf Biegen und Brechen unter vollkommener Missachtung der Klimaziele und mit massiver Falschinformation der Bevölkerung durchgezogen werden muss. Die 20 Jahre lang versprochenen Verkehrsreduktionen sind schon jetzt ohne (!) dieses Verkehrsmonster erreicht. U.a deswegen hat diese Autobahn jegliche Berechtigung verloren. Nachdem hier hauptsächlich Bundesgelder sinnlos in einem lokalen Verkehrsprojekt vergeudet werden sollen, müssen diese Infos in ganz Österreich verbreitet werden.
Die INITIATIVE VERKEHRSWENDE JETZT! ist ein Netzwerk von über 20 Bürgerinitiativen und Vereinen, die sich für eine umwelt- und menschenfreundliche Verkehrswende in OÖ einsetzen. http://www.verkehrswende-jetzt.at/