MEDIENINFORMATION
A26 - Ungeheuerliche Doppelstrategie
Es ist eine ungeheuerliche Doppelstrategie, mit der bei der A26 seitens der Politik vorgegangen wird.
Man lässt sich 2014 dieses Verkehrsmonster mit dem Recht auf eine massive Verkehrszunahme bewilligen. Verkauft es aber mit dem komplett anderen Vorzeichen: Entlastung, Entlastung, Entlastung
Also mit minus 30 % statt mit plus 30 % Autoverkehr in der Linzer Innenstadt.
Und alle halten bei diesem abscheulichen Spiel dicht!
Und wenn der Verkehr jetzt schon von selbst (!) auf das Niveau gesunken ist, das gemäß jahrzehntelanger Information an die Bevölkerung eigentlich nur durch dieses Verkehrsmonster erreicht werden sollte, ist das für die Politik und Medien (mit Ausnahme des ORF am 27.5.24 und tw. in den Tips am 11.11.25) keine Erwähnung wert.
Man hätte ja annehmen können, dass diejenige, die beauftragt wird, die „deutliche Entlastung“ der Linzer Innenstadt durch die A26 im Projekt auszuarbeiten (Asfinag), das auch mit entsprechenden Zahlen belegen kann. Weit gefehlt! Kann sie nicht!
Belastung statt Entlastung
Die Innenstadt wird gemäß der Bewilligung der A26 geradezu überschwemmt mit neuem Autoverkehr (+30 %) und das ist nur durch die A26 möglich. Ohne die A26 würde das nicht passieren!
Durch die Eröffnung der Donautalbrücke im November 2024 ist der Verkehr auf der Rohrbacher Straße in den letzten 2 Jahren im Mittel um 13 % angestiegen. Einen anderen Grund als die „Induktion“ (Erzeugen, Anziehen) des neuen Verkehrs durch solche Megaprojekte für den Kfz-Verkehr gibt es nicht.
In diesem Zusammenhang liegt die Prognose der ASFINAG für eine massive Verkehrszunahme in Linz durch das von ihr geplante Projekt also richtig.
Damit bleibt als einzige denkbare Möglichkeit die massive Stärkung des Umweltverbundes, also ÖV und Rad und dadurch die die deutliche Reduzierung des Kfz-Verkehrs in der Stadt.
Und das funktioniert nur mit der Nichterrichtung der A26 bzw. dem unmittelbaren Stopp des Weiterbaues.
Das ist auch im Zusammenhang mit dem Erreichen der Klimaziele im Verkehr alternativlos! Wie viel mehr Warnung soll denn von der weltweiten Wissenschaft noch kommen?
Luger hat schon 2012 von Belastung gesprochen!
Es ist schon eine Ironie der Geschichte, dass genau jener Politiker, der bekanntlich die Linzer angelogen hat und deswegen gehen musste, der einzige maßgebende Politiker ist, der im Zusammenhang mit der A26 die Wahrheit gesagt hat, nämlich, dass Linz durch die A26 eine Verkehrsbelastung erfahren wird. Das hat damals (2012, Artikel anbei) auch einiges an Verwirrung erzeugt.
Wie konnte es passieren, dass der kommende Bürgermeister Luger die Allianz der Westring-Lügner durchbrochen hat? Vielleicht auch deswegen, weil damals die UVP-Zahlen noch jung waren und man sich noch nicht sicher war, ob diese ungeheuerliche Doppelstrategie, das Gegenteil von dem zu sagen, was in den UVP-Unterlagen steht, auf Dauer auch halten wird.
Diese Doppelstrategie wird nicht aufgehen !
Mit jeder Woche des Ignorierens der tatsächlichen Entwicklung des Verkehrs in den letzten 10 - 15 Jahren - und damit vollkommen gegensätzlich zu den Prognosen - steigt jedenfalls die Wahrscheinlichkeit, dass es den aktuellen Politikern genauso gehen wird wie dem Ex-Bürgermeister Luger: Dass der dauerhafte Versuch, die Linzer zu belügen nicht durchgehen wird und die aktuellen Politiker ein ähnliches Schicksal ereilen wird wie Herrn Luger.
Für Nachfragen: Gerald Oberansmayr, Tel. 0664 1540742
Beilage: Zeitungsausschnitt Heute, 25.6.2012, Klaus Luger spricht von Verkehrsbelastung